Wie lässt sich ein Delir erkennen? Welche Folgen kann es haben und vor allem: Wie kann ihm vorgebeugt werden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Informationsveranstaltung des Klinischen Ethikkomitees der BG Klinik Tübingen am 15. Juli 2026.
Als Referentin konnte Dr. med. Rebecca von Haken gewonnen werden. Die Fachärztin für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin an der GRN Klinik Schwetzingen ist Gründungsmitglied und Erste Vorsitzende des Netzwerks Delir e. V. Mit großer fachlicher Kompetenz und anschaulichen Beispielen vermittelte sie den Teilnehmenden die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten eines Delirs sowie aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung.
In ihrem Vortrag machte Dr. von Haken deutlich, dass ein Delir insbesondere bei älteren und schwer erkrankten Menschen eine häufige und ernstzunehmende Komplikation im Krankenhaus ist. Umso wichtiger sei es, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen konsequent umzusetzen.
Die praxisnahe und offene Gestaltung des Vortrags regte zu einem intensiven Austausch an. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum zeigten das große Interesse am Thema und unterstrichen dessen hohe Relevanz für Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Mitarbeitende im Gesundheitswesen.
Die Veranstaltung machte deutlich: Prävention spielt eine entscheidende Rolle in der Delirtherapie. Mit vielen neuen Erkenntnissen und wertvollen Denkanstößen gingen die Teilnehmenden nach Hause und mit einem geschärften Bewusstsein dafür, wie wichtig Aufklärung und frühzeitiges Handeln sind.