Becken- und Acetabulu­mchirurgie

Das Becken trägt mit der Hüfte das größte Gelenk des Körpers. Dadurch erfüllt es eine zentrale Aufgabe bei der Kraft­übertragung zwischen Rumpf und Beinen. Verletzungen des Beckens können daher schwere Folgen haben.

Ärztliche Direktorin

Univ.-Prof. Dr. med.

Tina Histing

Ärztliche Direktorin und Direktorin der Klinik für Unfall- und Wieder­herstellungs­chirurgie
07071 606-1164E-Mail
Termine

Beckenbrüche entstehen häufig durch Unfälle mit großer Kraft­einwirkung oder durch eine Störung des Knochen­stoffwechsels (Osteoporose). Bei dieser Alters­erkrankung besteht die Gefahr, dass bereits leichte Verletzungen ernsthafte Schädigungen bewirken. Knochen­brüche im Becken­bereich (Beckenringfrakturen) können akut lebens­bedrohliche Blutungen verursachen, die eine ziel­gerichtete Notfall­behandlung erfordern. Da sich in dieser Körper­region wichtige inneren Organe, Blut­gefäße und Nerven befinden, sind Operationen am Becken meist komplex und aufwändig.

Ein Bruch der Hüft­pfanne (Acetabulum) gefährdet langfristig die Funktions­fähigkeit des Hüft­gelenkes. Die Rekonstruktion einer gebrochenen Hüft­pfanne minimiert das Risiko für einen vorzeitigen Gelenk­verschleiß (Arthrose). Auch ein künstlicher Gelenk­ersatz lässt sich durch die operative Stabili­sierung der Knochen­fragmente häufig vermeiden.

Von der Notfall­versorgung bis zur Rehabilitation

Im Fach­bereich Becken- und Acetabulum­chirurgie behandeln unsere Experten sämtliche Knochen­verletzungen der betroffenen Körper­region: Angefangen bei der Notfall­versorgung Schwer­verletzter bis hin zur end­gültigen Stabilisierung des Beckens und der anschließenden Rehabilitation.

Das Engagement unseres Teams in der Arbeitsgemeinschaft Becken der Deutschen Gesellschaft für Unfall­chirurgie garantiert, dass Becken­operationen stets nach aktuellsten Standards und mit modernster Technik durch­geführt werden. 

In unserer Becken­sprechstunde beraten wir Patienten gerne bei ihren individuellen Anliegen. Selbst­verständlich unter­stützen wir mit unserer Expertise auch Kollegen anderer Krankenhäuser.

Unser Team

  1. Univ.-Prof. Dr. med.

    Tina Histing

    Ärztliche Direktorin und Direktorin der Klinik für Unfall- und Wieder­herstellungs­chirurgie

    Kontakt
  2. PD Dr. med.

    Steven Herath

    Stv. Klinikdirektor, Leitender Oberarzt, Leitender Arzt der Sektion Becken- und Acetabulumchirurgie

    Kontakt
  3. Prof. (apl.) Dr. med.

    Markus Alexander Küper

    Stv. Leitender Arzt der Sektion Becken- und Acetabulumchirurgie

    Kontakt
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Aus unserem Ratgeber

Die AG Alterstraumatologie befasst sich mit der Diagnostik, Therapie, Prognose und Prävention von Verletzungen bei Patientinnen und Patienten im höheren Lebensalter.

Die Autonomie und Lebensqualität nach Verletzungen auch im hohen Lebensalter zu erhalten oder wiederher­zustellen liegt im Fokus unserer klinischen Forschung. Hierbei untersuchen wir Einfluss- und Risikofaktoren die das Behandlungs­ergebnis positiv oder negativ beeinflussen und gezielt durch Interventionen angegangen werden können.

Aktuelle Studien

  • NuTra (Nutrition and Trauma)-Studie: Der Einfluss von Mangel­ernährung auf das Outcome in der Alters­traumatologie
  • Return to Home: Einflussfaktoren auf die Selbst­versorgungs­fähigkeit und Rekonvaleszenz nach alters­traumatologischer Fraktur
  • GenTra (Gendermedizin in der Alterstraumatologie): Identifikation von Einflussfaktoren auf das postoperative Outcome unter Berücksichtigung der Geschlechter­perspektive
  • Therapieentscheidungen bei Beckenfrakturen im Alter
  • Einfluss zahnärztlicher Evaluation auf die Therapieschwelle bei Osteoporose
  • Kostenanalyse alterstraumatologischer Fälle

Leitung:

Dr. med. Carolina Vogel
PD Dr. med. Mika Rollmann, MIPH, MHBA

Mitglieder:

Dr. med. Niklas Braun
Phillip Emer
Julia Didicher
cand. med. Moritz Heyl
cand. med. Julia Schuhmacher
cand. med. Louis Vollmer
cand. med. Johanna Demissie
cand. med. Anna Lotz
cand. med. Luisa Gombert
cand. med. Daniel Titsch
cand. med. Matthias Doster
cand. med. Lena Riha, M.Sc.
Wir freuen uns über wissenschaftlichen Austausch, Vernetzung und multizentrische Kooperationen. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.